Stirnemann von Gränichen

Stirnemann von Gränichen Kt. Aargau

In Blau auf grünem Dreiberg eine von je einem goldenen Stern beseitete silberne Pflugschar.


Dieses Wappen ist das Familienzeichen der Stirnemann von Gränichen. Das Geschlecht, heute das zahlreichste der Gemeinde, ist daselbst im Jahre 1561 erstmals urkundlich bezeugt. Das in diesem Jahr beginnende reformierte Taufbuch verzeichnet am 16. Februar 1561 die Taufe des Hans Stirnemann, des angeblich einzigen Sohnes des Bauern Hans Stirnemann und seiner Frau Anna. Letzterer dürfte der Stammvater des Gränicher Geschlechts sein. Beim hier abgebildeten Wappen dürfte es sich um das Siegel des Hans Stirnemann (1619-1695, verh. mit Verena Kaufmann, geb.1642), Bauer in Gränichen, handeln, der das Amt des Gerichtsweibels bekleidete. —

Die Pflugschar ist wie die Hausmarke eine typisch bäuerliche Wappenfigur.

Unter der Hausmarke versteht man durch Zusammensetzung von Strichen gebildete geometrische Figuren, die vor allem von Bauern und Handwerkern zur Kennzeichnung ihres Eigentums an Haustüren und Fassaden, auf den verschiedensten Geräten, dem Vieh, an Marksteinen und Grenzpfählen, Kirchenstühlen, Grabsteinen usw. eingeschnitten, eingekerbt, eingeritzt oder eingebrannt wurden. Die Hausmarken leiten sich her von den ältesten germanischen Schriftzeichen (Runen) und sind seit über tausend Jahren im ganzen deutschen Sprachgebiet bekannt. Durch ihre Verwendung als Schildfiguren wurden die Hausmarken früh zu Familienwappen. Siehe auch Wikipedia.

Dr. theol. Joseph Stirnimann (1915 – 2004)

Familienforschung